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Serie Diabetes und Herz, Teil 3:

Folgenreiche Veränderung der Blutgefäße
Große und kleine Blutgefäße altern bei Diabetikern schneller als bei Gesunden. Für Betroffene sind die Folgen mitunter lebensbedrohlich
Verantwortlich für viele Folgekrankheiten von Patienten mit Zuckerkrankheit sind Veränderungen an den großen und den kleinen Arterien. In der Fachsprache der Mediziner wird unterschieden zwischen Makroangiopathie (bei großen Arterien) und Mikroangiopathie (bei kleinen). Die Venen sind dagegen nicht betroffen, da in ihnen das Blut langsamer fließt und sie eine andere Wandstruktur besitzen.

Mikroangiopathie: Davon betroffen sind vor allem Menschen, die schon lange mit der Diagnose Diabetes leben. Ständig zu hohe Zuckerspiegel verursachen Umbauvorgänge in den Wänden kleiner Arterien. Diese Veränderungen führen zu einer erhöhten Durchlässigkeit, die sich vor allem an Augen (Retinopathie) und Nieren (Nephropathie) bemerkbar macht.

In manchen Bereichen der Netzhaut bilden sich Ablagerungen, die über Zwischenschritte zum Absterben von Sinneszellen führen. Bei den Nieren beeinträchtigen die Gefäßveränderungen die Ausscheidefunktion des Organs. Auch die Neuropathie, bei der ein Nervenausfall zu Unempfindlichkeit führt, beruht zum Teil auf Schädigungen der Gefäße, welche die Nerven vesorgen.

Makroangiopathie: Veränderungen an großen Gefäßen spielen vor allem an der Hauptschlagader, den Herzkranzgefäßen, im Gehirn und in den Beinen eine Rolle. Der krankhafte Prozess wird als Arteriosklerose bezeichnet und betrifft nicht nur Zuckerkranke. Allerdings läuft er bei ihnen oft schneller und ausgedehnter ab als bei Nicht-Diabetikern. Besonders kritisch wirken sich die Gefäßveränderungen am Herzen aus: Wenn das Blutgefäß irgendwann verschlossen ist, droht ein Infarkt.

Apotheken Umschau


Geschrieben am 19.09.2007 um 07:20
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