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Schlaganfall:

Runter mit dem Schlaganfall-Risiko
Unser bequemer Lebensstil birgt eine Reihe von Gefahren für unser Denkorgan. Die gute Nachricht: Sie können etwas dagegen tun
Bluthochdruck
 
Er erhöht das Schlaganfallrisiko um das Drei- bis Vierfache. Die Gefäßwände werden angegriffen, Ablagerungen finden besser Halt, sodass sich Engstellen bilden können. Zudem kann der Druck hohe Gefäßrisse begünstigen. Patienten können durch regelmäßige Selbstmessung zu Hause den Behandlungserfolg steigern. 
 
Cholesterin und Vorhofflimmern

Ungesunde Ernährung schadet den Arterien. Vor allem sollten Sie tierische Fette durch Pflanzenöle ersetzen. Auch Omega-3-Fettsäuren, die in fettem Seefisch enthalten sind, haben sich bewährt. Wer keinen Fisch verträgt, kann mit Präparaten aus der Apotheke vorbeugen. Ein Ginkgo-Spezialextrakt (EGb 761) beugt möglicherweise in frühen Phasen der Gefäßverkalkung vor.
 

Herzrhythmusstörungen wie Vorhofflimmern bergen ein großes Schlaganfallrisiko. Es bilden sich leicht Blutgerinnsel, die ins Gehirn wandern und dort Gefäße verschließen können. Sofern der Arzt das Risiko durch gerinnungshemmende Medikamente senkt, ist die Selbstkontrolle ein wichtiger Teil des Therapie-Erfolgs.

Alkohol

Je mehr man trinkt, desto höher das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden. Alkohol beeinflusst die Steuerung des Blutdrucks. Hochdruck ist die Folge. Dieser begünstigt nicht nur eine Hirnblutung. Durch den hohen Druck büssen auch die Gefäßwände auf längere Sicht ihre Elastizität ein und erstarren, sodass sich leichter Ablagerungen bilden – Nährboden für einen Gefäßverschluss.

Bewegungsmangel und Diabetes mellitus

Sich regen hält die Gefäße elastisch, beugt Übergewicht und vielen Folgekrankheiten vor wie etwa Arteriosklerose oder Diabetes. Versuchen Sie es doch einmal mit Wandern oder Walken, oder schaffen Sie sich einen Heimtrainer an.
 

Diabetes mellitus erhöht das Schlaganfallrisiko um das Zwei- bis Dreifache. Ein dauerhaft erhöhter Blutzuckerspiegel setzt den Gefäßwänden zu und begünstigt so Arteriosklerose. Lassen Sie Ihre Werte überprüfen. Sollten Sie bereits an Diabetes erkrankt sein, senken Sie mit guten Werten das Risiko. Die regelmäßige Selbstmessung hilft Ihnen dabei.

Rauchen

Tabakkonsum fördert Ablagerungen in den Gefäßen, mindert die Fließfähigkeit des Blutes und erhöht dessen Gerinnungsneigung, sodass leichter Gerinnsel entstehen. Dadurch steigert Rauchen das Schlaganfallrisiko um das Zweifache. Machen Sie Schluss damit. Nikotinersatzpräparate können die Erfolgsaussichten beim Aufhören verbessern.

Übergewicht

Übergewicht gilt als indirekter Risikofaktor. Es fördert unter anderem Diabetes, Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Wer zu viel auf die Waage bringt, sollte auf eine kalorienreduzierte, gesunde Ernährung und mehr Bewegung setzen.
 
29.06.09, Apotheken Umschau, Bildnachweis: Stockbyte/ RYF


Geschrieben am 29.06.2009 um 07:20
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