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Weg mit der Warze! Warzen sind hässlich und störend, aber nicht bösartig. So lassen sie sich entfernen Während des Mittelalters galten Warzen als Erkennungsmerkmale von Menschen mit magischen Kräften. Wenn es danach ginge, wären wir heute ein Volk von Hexen und Zauberern, denn jeder Zweite hat oder hatte schon eine oder mehrere Verrucae. So lautet die medizinische Sammelbezeichnung für jene mal einzeln, mal beetartig an Händen und Füßen wachsenden Hautstrukturen.
„Warzen entstehen durch Infektion mit bestimmten Typen von humanen Papillomaviren“, erklärt Professor Johannes Ring, Direktor der Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie am Biederstein der TU München. „Meist infizieren wir uns damit an leicht verletzten Hautstellen. Das müssen gar nicht einmal offene Wunden sein.“
Viele verschiedene Typen An den Fußsohlen bilden sich Warzen meist bei Kindern und Patienten, die sich viel in Schwimmbädern aufhalten. Einige Typen wachsen nach innen, andere nach außen. Oft breiten sie sich flächig aus und sind nur schwer zu behandeln, weil sie tief in die Haut hineinwachsen. „Wenn der Betroffene wegen der Schmerzen beim Gehen dann eine Schon haltung einnimmt, kann das zu einem echten Problem für den ganzen Körper werden. Aber“, beruhigt der Hautexperte, „bösartig werden können übliche Warzen nicht.“
Hilfe gibt es in der Apotheke Und fast immer lassen sie sich entfernen. Ring: „In der Apotheke gibt es rezeptfreie Cremes zum Auftragen, Lacke zum Einpinseln und Pflaster zum Aufkleben. Eine Alternative ist die Vereisung.“ Gemäß Packungsbeilage wird die behandelte Hautpartie nach einigen Tagen mit Bimsstein oder Hornhautentferner schonend abgekratzt. In hartnäckigen Fällen muss die Therapie wiederholt werden. Wer es mit Homöopathie versuchen will, nimmt Thuja D4 zur äußerlichen Anwendung.
Bei Babys und Kindern verschwinden die lästigen Hautmale – je nach Alter und Immunstatus – oft nach vier bis sechs Wochen von allein. Bei 60 Prozent der Erwachsenen, so die Fachliteratur, komme es innerhalb von zwei, drei Jahren ebenfalls zu Spontanheilungen. „So lange sollte aber niemand warten“, rät der Professor. „Wenn rezeptfreie Mittel nach mehreren Anwendungen nicht den gewünschten Erfolg hatten, hilft bei einer einzeln stehenden Warze eine kleine Operation.“ Unter örtlicher Betäubung wird sie dann mit einer Ringkürette oder einem CO2-Laser abgetragen.
Vorbeugung Auf Handschlag verzichten Wie können wir uns am besten vor einer Infektion schützen? Allgemein: die Abwehrkräfte stärken, weil das Virus bei einem schwachen Immunsystem leichtes Spiel hat.
Für besonders anfällige Personen kann es Sinn machen, im Schwimmbad die Füße zu desinfizieren.
Wer Warzen an der Hand hat, sollte niemanden mit Handschlag begrüßen. Um eine Eigeninfektion zu vermeiden, Warzen selbst nicht berühren.
In der Familie: Badewanne desinfizieren. Badematte, Waschlappen und Handtücher bei mindestens 60 Grad waschen.
Apotheken Umschau |
Geschrieben am 02.11.2007 um 07:20 Alle News/Infos anzeigen
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