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Serie Schwere Beine, Teil 1: |
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Das macht müde Venen munter Schwere Beine können ein erstes Warnzeichen sein. Beugen Sie Venenproblemen frühzeitig vor Wer sein Berufsleben fast ausschließlich im Stehen oder Sitzen zubringt, kann ein Lied davon singen: Die Beine werden stündlich schwerer, die Waden spannen unangenehm, die Fußknöchel verschwinden unter dicken Schwellungen. An warmen Sommertagen ist es besonders schlimm.
Nicht immer deuten solche Symptome gleich auf eine Venenerkrankung hin. Sind die Schwellungen aber so stark, dass die Sockengummis tief einschnüren, und beginnen die Beine zu schmerzen, dann arbeiten die Venen nicht mehr richtig. „Höchste Zeit, zum Arzt zu gehen“, rät Venenspezialist Professor Markward Marshall von der Praxisklinik Sauerlach bei München. Das gilt erst recht, wenn sich bereits Krampfadern zeigen. Denn je früher Veränderungen an den Venen festgestellt werden, desto besser lässt sich ernsthaften Folgen gegensteuern.
Nur knapp ein Zehntel der Erwachsenen hat völlig gesunde Venen. Mehr als 30 Prozent leiden unter geschwollenen Beinen und Krampfadern. Woran liegt das? Im Kreislauf sind die Venen zuständig für den Rücktransport des Blutes zum Herzen – eine anspruchsvolle Aufgabe, denn sie müssen ständig die Schwerkraft überwinden. Hilfe bekommen die Venen dabei von den „Muskelpumpen“: Wenn wir uns bewegen, drücken die angespannten Beinmuskeln, vor allem in der Wade, die Venen zusammen und pumpen das Blut herzwärts. Auch die Gelenkbewegungen wirken entsprechend mit. Venenklappen sorgen dafür, dass das Blut nicht zurückfließt, weil sie sich nur in eine Richtung öffnen.
Dass dieses ausgeklügelte System irgendwann nicht mehr funktioniert, haben wir nicht nur unserem aufrechten Gang zu verdanken, sondern vor allem einer angeborenen Bindegewebsschwäche, die sich mit dem Alter verstärkt und auch die Venenwände betrifft. Jede zweite Frau und jeder dritte Mann tragen die Veranlagung dazu. Diese Bindegewebsschwäche bewirkt, dass sich die Venen erweitern, sodass die Klappen nicht mehr dicht schließen und das Blut in den Beinen nach unten sackt.
Übergewicht macht Venen Druck Übergewicht verstärkt das Problem, da es den Druck in den Venen erhöht. Auch Schwangerschaften sind der Venengesundheit nicht gerade förderlich: Das in dieser Zeit vermehrt gebildete Hormon Östrogen macht das Bindegewebe weicher, die Venenwände werden nachgiebiger. Bewegungsmangel tut ein Übriges, denn bei stundenlangem Sitzen und Stehen bleiben die Muskelpumpen ausgeschaltet.
Die Entstehung von Besenreisern und Krampfadern lässt sich nicht verhindern. Und Krampfadern sehen leider nicht nur hässlich aus, sie können auch ernsten Erkrankungen wie Venenentzündungen oder Thrombosen den Weg bereiten. Wer von seiner Neigung zur Venenschwäche weiß, etwa weil schon die Eltern Krampfadern hatten, kann jedoch selbst einiges tun, um ein späteres Venenleiden zu vermeiden oder abzumildern.
Bewegung ist das A und O für die Venen, denn sie setzt die Muskelpumpen in Gang. Besonders empfehlenswert ist Schwimmen: Der Druck und die Kälte des Wassers kurbeln den Blutrückfluss aus den Beinen an. Spazierengehen, Wandern, Dauerlauf oder Tanzen sind venenfreundliche Alternativen. Sportarten, die Sprünge oder andere abrupte Aktionen erfordern, zum Beispiel Fußball, Handball oder Tennis, belasten dagegen die Venen, genauso wie Krafttraining im Fitness-Studio.
Kalte Güsse fördern die Durchblutung Nicht nur beim Schwimmen hat kaltes Wasser eine günstige Wirkung auf die Venen. „Untersuchungen haben nachgewiesen, dass ein kalter Knieguss die Spannung in den Venenwänden bis zu vier Stunden lang erhöht“, sagt Gefäßspezialist Marshall. „Dadurch ziehen sich schlaffe Venen zusammen, und das Blut fließt besser ab.“
Sie können Ihre morgendliche Dusche mit dem Knieguss beenden oder die Mittagspause dazu nutzen – nur warm sollten die Beine vorher sein. Beginnen Sie den kalten Guss an der Außenseite der Beine, denn sie reagiert weniger empfindlich auf Kälte. Führen Sie den Wasserstrahl immer vom rechten Fuß nach oben bis zum Knie und an der Innenseite des rechten Beins wieder abwärts. Dann wechseln Sie zur Außenseite des linken Fußes. Das Ganze sollte zwei bis drei Minuten dauern.
Wassertreten im Schwimmbad oder in der Badewanne hat einen ähnlichen Effekt, den der Wasserdruck noch steigert. Schreiten Sie wie ein Storch mehrere Minuten durchs kühle Nass, und ziehen Sie bei jedem Schritt die Beine ganz aus dem Wasser. Wenn möglich, halten Sie sich dabei gut fest. Für die Badewanne sollten Sie sich eine rutschfeste Matte anschaffen.
Auch wer viel sitzt oder steht, kann zwischendurch etwas für seine Venen tun: Heben Sie beide Fersen an, bis Sie auf den Zehenspitzen stehen. Dann lassen Sie die Fersen sinken und ziehen die Fußspitzen Richtung Schienbein. Diese Wippbewegung wiederholen Sie 15- bis 20-mal. Das aktiviert die Wadenmuskelpumpe. Wann immer Sie die Möglichkeit haben, sollten Sie außerdem die Beine hochlegen.
Überschüssige Pfunde schaden den Venen – ein Problem, mit dem sich viele Typ-2-Diabetiker herumschlagen. Jedes Kilo weniger entlastet aber nicht nur Herz und Stoffwechsel, sondern auch die Gefäße. Ballaststoffe (z. B. in Vollkornbrot) und viel Flüssigkeit regen die Verdauung an und sorgen dafür, dass Sie Ihrem Darm beim Stuhlgang nicht durch heftiges Pressen mit den Bauchmuskeln auf die Sprünge helfen müssen; auch davon profitieren die Venen.
Knapp sitzende Kleidung, zum Beispiel enge Jeans, sollten Sie Ihren Beinen gerade bei sommerlichen Temperaturen nicht zumuten. Sie behindert den Blutrückfluss genauso wie Kniestrümpfe und Socken mit einschnürenden Gummis.
Diabetiker Ratgeber |
Geschrieben am 16.10.2007 um 07:20 Alle News/Infos anzeigen
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