Startseite Impressum Kontakt Warenkorb

Serie Diabetes und Herz, Teil 2:

Risikobestimmung
Wer die folgenden Werte kennt, kann die Gefahr eines Diabetes sowie von Herzkrankheiten besser einschätzen und Maßnahmen ergreifen. Ein Überblick
Bauchumfang
Seit einigen Jahren ist bekannt, wie nachteilig das Fettgewebe im Bauchraum auf die Gesundheit wirkt. Es produziert viele Hormone und Entzündungsstoffe, die das Risiko für Herz- und Gefäßerkrankungen erhöhen. Die Messung des Bauchumfangs stellt ein gutes Maß für die Menge an Bauchfett dar und ermöglicht eine realistische Gefahrenabschätzung.

So messen Sie:
Legen Sie das Bandmaß auf Höhe des Nabels um den Bauch. Für Frauen beträgt der Grenzwert 88 cm, für Männer 102 cm.

Blutzucker
Die Blutzuckerwerte von Menschen, denen ein Typ-2-Diabetes droht, bewegen sich lange Zeit im normalen Bereich. Doch mittels eines Zuckerbelastungstests lassen sich Störungen frühzeitig erkennen. Der Arzt misst bei einer solchen Untersuchung die Blutzuckerkonzentration vor und zwei Stunden nach der Einnahme von 75 Gramm Traubenzucker. Stellt er die Diagnose Diabetes, sollte der Blutzuckerspiegel regelmäßig bestimmt werden. Geschulte Patienten können dies mit Geräten aus der Apotheke zu Hause selbst tun.

Blutdruck
Bluthochdruck ist ein entscheidender Risikofaktor, den Betroffene unter Kontrolle bringen müssen – mit Diät, Bewegung und Salzreduktion, wenn nötig mit Medikamenten. Regelmäßige Selbstmessungen zu Hause sind wesentlicher Teil der Behandlung.

Darüber hinaus liefert dem Arzt die 24-Stunden-Blutdruckmessung wichtige Anhaltspunkte für eine Beteiligung des Herzens: Kommt es während der Nacht nicht zu dem bei Gesunden üblichen Blutdruckabfall, ist das Risiko für einen Herzinfarkt deutlich erhöht.

Nerven
Erhöhte Zuckerspiegel führen auf Dauer zu Schäden an den Nerven. Das kann Nervenschmerzen, vor allem an den Beinen, aber auch Empfindungsstörungen hervorrufen. Ob sie vorliegen, testet der Arzt daher im Rahmen der Vorsorge.

Augen
Die Netzhaut der Augen reagiert sensibel auf Veränderungen der versorgenden Gefäße. Als Folge jahrelanger zu hoher Zuckerwerte steigt deren Durchlässigkeit, und aus den brüchigen Gefäßen sickern Flüssigkeit und Fett in das Gewebe. Einblutungen sind möglich.

Rechtzeitig erkannt, kann eine solche „Retinopathie“ mit einer Laserbehandlung gestoppt werden. Daher sollte bei allen Diabetes-Patienten einmal im Jahr eine Kontrolle des Augenhintergrundes erfolgen.

Nieren
Die Möglichkeit, von Nierenwerten auf den Zustand des Herzens zu schließen, überrascht nur auf den ersten Blick. Denn wenn sich bei einer Urinanalyse Eiweiße nachweisen lassen, spricht dies für Gefäßschäden in der Niere. Aber auch die Wahrscheinlichkeit, dass bereits Veränderungen an den Herzgefäßen vorliegen, ist hoch. Grund genug, den Test im Rahmen von Kontrolluntersuchungen bei Diabetikern durchzuführen.

Apotheken Umschau


Geschrieben am 18.09.2007 um 07:20
Alle News/Infos anzeigen
Kundenlogin | Datenschutz | Impressum | AGB | Kontakt


All Rights Reserved by Faust Apotheke Leipzig

copyright © StorEdit CMS & Shopsoftware