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Fußpflege:

Blick nach unten
Ein kompaktes Wohlfühlprogramm bringt müde Füße wieder in Form
Eines ist sicher: Die Konkurrenz mit den Händen bekommt den Füßen nicht sonderlich gut. Während wir jene hegen und pflegen, bleibt den bodennahen Gliedmaßen allzu oft die Aufmerksamkeit verwehrt, die sie verdienen. Kümmern Sie sich mehr um Ihre Füße – sie zahlen Ihnen die Zuwendung Schritt für Schritt zurück.

Beginnen Sie mit einem etwa 35 Grad warmen Fußbad. „Länger als fünf Minuten sollte es aber nicht dauern“, sagt Annette Ebel. Die medizinische Fußpflegerin führt seit 16 Jahren eine podologische Praxis in Berlin-Kreuzberg. Diabetikern rät sie, die Wassertemperatur mit einem Thermometer zu kontrollieren: „Schließlich ist ihre Temperaturempfindlichkeit bisweilen beeinträchtigt.“ Badezusätze aus der Apotheke verstärken Wohlfühleffekt und Nutzen. Sie reinigen, fördern die Durchblutung und pflegen strapazierte Haut. Letzteres gilt vor allem für rückfettende Waschfluids und Ölbadzusätze.

Rubbeln, feilen und schneiden
Nach dem Abtrocknen steht die Hornhaut auf dem Pflegeplan: Im aufgeweichten und aufgequollenen Zustand lässt sie sich besonders leicht entfernen. Wer möchte, kann sie mit speziellen Cremes noch besser vorbereiten. Am besten geeignet zum Abreiben sind Sandpapierfeile und Bimsstein. Verwenden Sie keine Messer oder Skalpelle. Mit diesen Hilfsmitteln sollten nur medizinische Fußpfleger der Hornhaut auf die Pelle rücken.

Ein häufiges Problem sind Hühneraugen. Vor allem wenn sie sich auf den Zehen befinden, eignen sich mit Salicylsäure getränkte Pflaster zur Behandlung. Diabetiker und Menschen mit Durchblutungsstörungen sollten einen Podologen zurate ziehen.

Wenden Sie sich nun den Zehennägeln zu, denn ähnlich der Hornhaut lassen sie sich nach einem lauwarmen Bad gut bearbeiten. Ein paar Tricks helfen, das Einwachsen der Nägel zu verhindern. Lassen Sie vorne, entlang der Zehenkuppe, eine gerade Kante stehen, und schneiden Sie die Nägel nicht zu kurz ab. Die Ecken bleiben eckig. Auf keinen Fall sollten sie ausgeschnitten und abgerundet werden wie an den Fingernägeln. Im Idealfall geben Sie Ihren Fußnägeln die Form kleiner Spaten.

Eine Kurzmassage zum Abschluss regt die Durchblutung an und rundet das Wohlfühlprogramm ab. Gleichzeitig tun Sie der Haut etwas Gutes, indem Sie dabei eine Fußcreme verwenden, die Feuchtigkeit spendet. Bei übermäßigem Fußschweiß und bei Fußgeruch sind spezielle Sprays oder Cremes aus der Apotheke empfehlenswert.

Na, tut das nicht richtig gut? Was halten Sie davon, wenn Sie sich regelmäßig Ihren Füßen widmen? Alle zwei bis drei Tage ein Fußbad und täglich eincremen seien sinnvoll, meint Ebel: „Und alle vier Wochen lohnt sich der Besuch beim medizinischen Fußpfleger.“ 15 bis 25 Euro pro Sitzung kostet der Service – eine Investition, die sich auszahlt. Übrigens: Diabetikern verschreibt eventuell der Arzt podologische Behandlungen.

Pilzalarm:
Ist die Haut gerötet, nässt oder juckt sie, weist dies auf eine Pilzinfektion hin. Eine Therapie mit Cremes oder Sprays aus der Apotheke ist erforderlich. Bei offenen Stellen, Diabetes oder Durchblutungsstörungen gleich zum Arzt gehen.

Apotheken Umschau


Geschrieben am 15.08.2007 um 07:20
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