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Pille fährt mit Arzneimittel können die Fahrtauglichkeit beeinflussen Medikamente gehören für viele Menschen zum täglichen Leben. Chronisch Kranke sind zum Beispiel auf Blutdrucksenker, Antiepileptika oder Hormonpräparate angewiesen. Und weil moderne Medikamente in der Regel gut vertragen werden, denkt kaum jemand daran, dass sie die Verkehrstüchtigkeit verringern können.
„Dass man sich einredet, man sei absolut fahrtüchtig, weiß jeder, der gelegentlich Alkohol trinkt“, sagt Professor Kay Brune, Pharmakologe an der Universität Erlangen-Nürnberg. Meistens sei aber das Gegenteil der Fall. „Je sicherer sich der Alkoholkonsument fühlt, umso schlechter ist seine Reaktionsfähigkeit im Straßenverkehr.“
Wenn Medizin müde macht Mit Medikamenten im Körper kann das ähnlich sein. Zahlreiche Arzneimittel machen müde, verschlechtern das Reaktionsvermögen oder haben im Zusammenspiel mit Alkohol oder anderen Wirkstoffen gefährliche Folgen. Regelmäßig warnen die Automobilclubs vor allzu sorgloser Teilnahme am Straßenverkehr während einer Behandlung mit Medikamenten. Viele Menschen sind aber auf beides angewiesen: Auto und Arznei. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat hat daher ausführliche Empfehlungen für Patienten und Ärzte zum Umgang mit Medikamenten im Straßenverkehr veröffentlicht. Im Folgenden einige Beispiele.
* Schmerzmittel: Problematisch sind vor allem starke Schmerzmittel aus der Gruppe der Opiate, wie Codein, Tilidin und Pethidin. Sie machen müde und senken die Atemfrequenz. Alkoholgenuss verstärkt diese Nebenwirkungen. * Mittel gegen Diabetes: Werden Antidiabetika falsch dosiert, ist es möglich, dass der Patient in eine Unterzuckerung gerät, die zu Ausfallerscheinungen bis hin zur Bewusstlosigkeit führt. Manche Medikamente, Alkohol und körperliche Anstrengung können die blutzuckersenkende Wirkung von Antidiabetika verstärken. * Blutdrucksenker: Auch hier gilt, dass besonders in der Einstellungsphase gefährliche Situationen auftreten können, etwa ein plötzlicher starker Blutdruckabfall mit Schwindel. Keinesfalls gleichzeitig Alkohol konsumieren! * Augentropfen: Bei augenärztlichen Untersuchungen werden dem Patienten oft pupillenerweiternde Tropfen verabreicht. Das Auge ist danach für mehrere Stunden extrem lichtempfindlich. Autofahrten vermeiden! * Psychopharmaka: Diese Arzneimittel, zu denen neben Schlafmitteln auch Antidepressiva und Appetitzügler zählen, verändern das Bewusstsein und können daher zu Fahruntüchtigkeit führen. Sprechen Sie in jedem Fall mit Ihrem Arzt darüber, ob Sie sich noch ans Steuer setzen dürfen. * Antiallergika: Viele Medikamente gegen Allergien besitzen eine müde machende (sedierende) Wirkung. „Unter den rezeptfreien Medikamenten gilt das besonders für die H1-Antihistaminika“, erklärt Pharmakologe Brune. Häufig lässt diese Nebenwirkung zwar im Lauf der Behandlung nach. Wenn Sie jedoch auf das Auto angewiesen sind, sollten Sie Ihren Arzt bitten, ein Antiallergikum ohne sedierenden Effekt zu verschreiben.
Apotheken Umschau/ Bildnachweis: PhotoDisc |
Geschrieben am 13.11.2007 um 07:20 Alle News/Infos anzeigen
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