Sie trifft meistens junge, kerngesunde Menschen zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr: eine Herzattacke, die den Symptomen eines Infarkts gleicht Ein Kardiologe versichert, mit dem Pumporgan sei alles in Ordnung. Aber die Anfälle kommen immer wieder. Alles nur Einbildung? Nein, das Herz eines Betroffenen stolpert bei solchen Attacken tatsächlich. Die Ursachen dafür liegen allerdings nicht in der Brust, sondern in der Psyche.
„Herzphobie“ nennen Experten das. Eine Form von Angststörung, deren Auslöser vielfältig sein können, etwa ein Todesfall in der Familie, Stress im Beruf oder eine Krise in der Beziehung. Kleinste Unregelmäßigkeiten im Alltag reichen dann aus, um ein harmloses Stechen im Brustbereich als Infarkt zu deuten. Oft würde ein aufklärendes Gespräch mit dem Hausarzt zur Beruhigung ausreichen. Aber das bleibt häufig aus, weil der Mediziner die Abweichung zwischen Symptomen und Diagnose nicht erklären kann.
So droht eine Chronifizierung. Dabei konzentrieren sich die Betroffenen immer mehr auf den Herzschlag. Bei jeder noch so geringen Abweichung geraten sie in Panik. In schweren Fällen hilft meist nur noch eine psychosomatische Behandlung. Neben der seelischen Betreuung stehen vor allem Entspannungsübungen auf dem Therapieplan – darunter autogenes Training und progressive Muskelrelaxation.
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Geschrieben am 28.07.2007 um 07:20 Alle News/Infos anzeigen |