Chemie im Alltag: Wer seine Knoblauchzehen presst, bevor er sie in die Pastasoße gibt, macht es genau richtig, zumindest dann, wenn er auf die gesundheitsfördernden Eigenschaften des Zwiebelgewächses nicht verzichten will Argentinische Forscher fanden heraus, dass die Art der Zubereitung darüber entscheidet, ob der blutgefäßschützende Effekt des Knoblauchstoffs Allicin, der Blutplättchen am Verklumpen hindert, beim Kochen überlebt oder sich mit dem Dampf verflüchtigt.
Beim Quetschen der Zehe wird nämlich ein Enzym freigesetzt, das den gefäßfreundlichen Stoff erst entstehen lässt. Dieses Enzym mit dem Namen Alliinase sorgt dafür, dass das flüchtige und nicht sehr hitzebeständige Allicin im Kochtopf länger überlebt, nämlich bis zu zehn Minuten. Ungequetscht war es schon nach sechs Minuten futsch.
Wer ohne Stoppuhr von der Gefäßschutzwirkung profitieren will, muss die Zehen am besten roh verspeisen.
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Geschrieben am 16.07.2007 um 10:00 Alle News/Infos anzeigen |